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LOTTO TOTO

Lotto und Toto

Lotto und TOTO Geschichte
Schon in der Antike waren die Menschen vom Glücksspiel fasziniert. Unser Lotto geht jedoch auf eine noch nicht so alte Tradition zurück:




 
 
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Im 15. Jahrhundert war es im italienischen Genua Brauch, dass jedes Jahr die fünf Ratsherren ausgewählt wurden. Doch anstatt einer demokratischen Entscheidung bestimmte das Glück darüber, wer die Posten besetzen sollte.




 
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Vom Wahl- zum Wettspektakel
Die Namen von neunzig Kandidaten wurden auf Zettel geschrieben und in eine Lostrommel geworfen. Danach zog man fünf Zettel aus der Trommel. Dieses Spektakel war dermaßen beliebt, dass die Bürger Genuas Wetten darüber abschlossen, wessen Name denn nun gezogen werde. Ein Genueser namens Benedetto Gentile machte daraus ein Zahlenlotto, das Lotto di Genova. Er tauschte die Namen durch Nummern aus - und das System "5 aus 90" war geboren. Lotto als Demokratie-Ersatz!




 
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Lotto fürs Zuchthaus
In ganz Europa und auch in Amerika trat das Spiel seinen Siegeszug an. Die Spieler erhofften sich Gewinne und die Herrscher besserten mit staatlichen Lotterien ihren Haushalt auf. In Deutschland machte die Stadt Hamburg im Jahr 1611 den Anfang. Anlass dazu gab die große Zahl von Vagabunden und Bettlern, die von den Straßen verschwinden sollten. Zu diesem Zweck wollten die Stadtherrn ein "Werck- und Zuchthaus" bauen. Sie standen aber vor dem Problem leerer Kassen. Die Bürgerschaft schlug daraufhin eine Lotterie vor - allerdings nicht nach dem genuesischen Vorbild.
Auch im Venedig des 18. Jahrhunderts wurde nach genuesischem Vorbild Lotto gespielt.
Planung und Durchführung dieser ersten Lotterie waren aufwändig und dauerten bis 1614 - wohlgemerkt für eine einzige Ziehung. Es gab Geld und Sachpreise wie Schmuck oder Pokale; ein Los kostete acht Schillinge (etwa 25 Cent) und es dauerte 26 Monate, bis alle Lose verkauft waren. Erst danach startete die 57tägige Ziehung der 20.655 Gewinne. In einem Korb waren die Lose mit den Namen der Spieler, in einem zweiten die Lose mit den Preisen. Die Lotterie war ein Erfolg: Bereits ein Jahr später begann der Bau des Zuchthauses für umgerechnet etwa 35.000 Euro.
Die Leidenschaft für Lotto steigerte sich in den folgenden Jahrhunderten. Im Jahr 1770 sprach man in Deutschland sogar vom "Lotto-Fieber".
In Hamburg wurde eine "Wochenschrift für Lottologie" herausgegeben. Und selbst aufgeklärte Leute wie Gotthold Ephraim Lessing sollen dem Lottospiel gefrönt haben. In Amerika finanzierte man den Unabhängigkeitskrieg zum Teil mit Einnahmen aus Lotterien und bekannte Universitäten wie Yale oder Harvard wurden unter anderem mit Geldern aus Lottotöpfen unterhalten.
Das Ende des frivolen Treibens
Doch mit der Euphorie wuchs auch die Kritik. In einem Würzburger Pamphlet vom 1785 wird "Madame Lotto" als Maitresse des Bürgers beschrieben, die alle in ihren Bann zieht. Das Problem war die wachsende Verarmung unter den leidenschaftlichen Spielern und Unregelmäßigkeiten bei den Ziehungen. Moralisten traten auf den Plan und wetterten gegen eine befürchtete Zerrüttung der Gesellschaft.
Die Trommel bei der ersten Lottoziehung 1955 ähnelte sehr dem Original aus Genua.
Lotto-Fakten
Sechs Richtige mit Zusatzzahl zu tippen, hat eine Wahrscheinlichkeit von 1:139,8 Millionen. Verschiedene Berechnungen verweisen darauf, dass es wahrscheinlicher sei, von einem Blitz getroffen zu werden.
Die häufigste Zahl, die bisher am Samstag gezogen wurde, ist die 32. Sie ist aber auch gleichzeitig die seltenste Gewinnzahl bei Ziehungen am Mittwoch.
Muster und Schnapszahlen sind Quotenkiller: Zwanzig Teilnehmer hatten 2002 bei einer Ziehung die richtigen Zahlen getippt: 7, 11, 22, 25, 33, 44. Der Gewinn für jeden betrug "nur" 51.347 Euro.
Der höchste Einzelgewinn inDeutschland wurde 1999 ausgezahlt: 10.714.958,15 Euro.
Anfang des neunzehnten Jahrhunderts stellte man das Lottospiel für über 150 Jahre ein, "zum Schutze des Volkes vor finanziellen Verlusten".
Wirtschaftswunder und Lottoglück
Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurden die kleinen Kreuze auf den Lottoscheinen wieder zum wöchentlichen Ritual für viele Deutsche. 1955 fand die erste Ziehung statt - und die erste Zahl, die gezogen wurde, war die vielbeschworene Dreizehn. Veranstalter der Ziehung der Lottozahlen ist der Deutsche Lottoblock, der aus den Lottogesellschaften der einzelnen Bundesländer besteht. Anfangs gab es das Samstagslotto mit dem System "6 aus 49". 1982 kam das "Mittwochslotto" hinzu, das mittlerweile mit dem "Lotto am Samstag" vereint ist.
TOTO-Geschichte
Fußball-Toto wird in England bereits seit 1921 angeboten. 1934 wurde in Schweden ein staatliches Unternehmen zur Durchführung von Toto-Wetten gegründet. Die Hälfte der Spieleinnahmen wurden an die Spieler wieder ausgeschüttet.
Nach Deutschland kam die Sportwette nach dem Zweiten Weltkrieg, als es keine staatlichen Mittel zur Förderung des Sports gab. Die Sportverbände ergriffen die Initiative und initiierten die Gründung der staatlichen Fußball-Toto-Gesellschaften. In den Jahren 1948 - beginnend mit der Staatlichen Bayrischen Fußballtoto am 27. April 1948 - und 1949 wurden diese in allen deutschen Bundesländern gegründet. Anfang der 1950er Jahre bildeten sich die ersten Blöcke: der Nord-Süd-Block (Berlin, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern) und der Süd-West-Block (Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz).
Am 11. November 1956 übernahmen alle deutschen Toto-Lotto-Gesellschaften mit der Gründung des Deutschen Totoblocks die als Ergebniswette die Zwölferwette, 1959 wurde auf die Dreizehnerwette mit zunächst 6 (und ab 1961 4) Gewinnrängen umgestellt. 1967 kehrte man zur Zwölferwette anstelle der Neunerwette und der Dreizehnerwette zurück. 1969 kam dann die Elferwette, 2004 dann wieder die Dreizehnerwette. Auch landesspezifisch gab es diverse unterschiedliche Spielformeln.
Die Auswahlwette hat eine ähnlich wechselvolle Geschichte. Am 7. Oktober 1962 wurde die Auswahlwette mit der Spielformel „6 aus 36“ und 4 Gewinnrängen eingeführt. Ab dem 19. Januar 1964 galt dann die Spielformel „6 aus 39“ mit 5 Gewinnrängen. Am 1. Januar 1975 wurde die Spielformel „6 aus 45“ eingeführt. Gewertet wurden nun die 6 torreichsten unentschiedenen Begegnungen. Ab dem 10. Februar 1996 galten dann die 6 torreichsten Begegnungen, ab dem 31. Januar 1998 wieder die unentschiedenen Begegnungen.
In Deutschland sind Sportwetten aufgrund des Glückspielmonopols nur durch den staatlichen Lotteriegesellschaften im Deutschen Lotto- und Totoblock legal. Einige Wettbüros und -gesellschaften, wie betandwin, cashpoint und Sportwetten Gera, besitzen jedoch 1990 in der DDR ausgestellte Lizenzen, über deren weitere Gültigkeit bislang keine abschließende juristische Bewertung vorliegt. im April 2006 wird hierzu eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts erwartet, in der geklärt werden soll, ob und in welchem Umfang private Sportwettenanbieter auch in Deutschland Sportwetten veranstalten dürfen.
Auswahlwette
Die Auswahlwette 6 aus 45 ermöglicht das Tippen von 6 aus 45 Spielpaarungen. Ausgewählt werden gemäß der Spielformel die Spiele mit der niedrigsten Tordifferenz, beginnend bei den unentschiedenen Spielen und dort mit den Spielen mit den meisten Toren.
Ergebniswette
Bei der Ergebniswette wird auf 11 bzw. 13 (Elferwette, Dreizehnerwette) Spielpaarungen getippt. Es kann jeweils auf Sieg der Heim- oder Gastmannschaft oder auf untentschiedenen Ausgang getippt werden.